St. Ulrich

Das heutige Erscheinugnsbild der St. Ulrich Kirche kann man nur verstehen, wenn man sich die Geschichte dieser Kirche bewusst macht. Sie ist "gewachsen". In jeder Epoche kam etwas dazu oder wurde etwas aus dem Kirchenraum entfernt. Dies geschah mal mit mehr mal mit weniger Fingerspitzengefühl und immer unter den jeweiligen Bedingungen. Soll heißen: Man musste sich oft nach der Decke strecken, nach der des Oberen, der das Sagen hatte gleichsam wie nach der finanziellen.

Die Anfänge dieser Kirche sind nicht mehr genau zu ergründen. Archäologische Untersuchungen im Zuge der Generalinstandsetzung haben ergeben, dass Weidelbach mindesten seit dem frühen 12. Jahrhundert, vielleicht sogar schon dem späten 11. Jahrhundert eine Kirche hatte und zwar im romanischen Stil erbaut.

Von dieser romansichen Vorgängerkirche sind nur noch ein paar Fundamentreste erhalten. Die früheste urkundliche Erwähnung der Pfarrei ist wesentlich später und geht auf das Jahr 1311 zurück. Das ist die gotische Chorturmkirche, die auch heute noch weitestgehend erhalten ist. Die Unterlagen aus dieser Zeit sind in den Wirren des 30-jährigen Krieges verloren gegangen.

Der Turm sowie große Teile des Mauerwerkes sind die ältesten Teile der bestehenden St. Ulrich Kirche. Die doppelte wuchtige Mauerung aus den Natursteinquadern und die Schießscharten weisen darauf hin, dass der Turm auch als Wehrturm gedacht war.

Seit dem 18. Jhrd ist die Bau- und Restaurierungsgeschichte der Weidelbacher Kriche gut dokumentiert.. Die größte bauliche Veränderung erfuhr die Kirche 1721/22. Von dem mittelalterlichen Schiff ist heute nur noch ds Mauerwerk erhalten. Das Langhaus wurde erweitert. Seit dieser Zeit hat sich das äußerliche Erscheinugnsbild nicht geändert.

Es wurden bis zur großen Instandsetzung 2010-2014 noch einige kleiner "Ausbesserungen" vorgenenommen. Seit 2014 können sich die "Weidelbacher" über ein helles und freundliches Gotteshaus mit ansprechendem Erscheinungsbild freuen.

 

Text in Auszügen aus St. Ulrich zu Weidelbach im Wandel von Pfarrer Harald Eyermann